Ausflug zum magischen Blautopf in Blaubeuren

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Blautopf in Blaubeuren

Der Blautopf liegt malerisch inmitten des Ortes Blaubeuren in Baden-Württemberg, etwa 20 km westlich von Ulm gelegen. Der ganze Anblick wird umrandet von einer Mühle mit einer historischen Schmiede und einem Kloster. Blaubeuren selbst, liegt in einem Talkessel der Urdonau und wird auch als Perle der Schwäbischen Alb bezeichnet. Aber nicht nur wegen der geologischen, landschaftlichen und archäologischen Schätze wird dieser Ort so genannt. Sie ist auch die zweit - wasserreichste Karstquelle Deutschlands und zudem Quelle der Blau, die nach 22 km im Stadtgebiet Ulms in die Donau mündet.

 

Dieser Ort hat einfach etwas sehr Magisches was wohl sehr viel, an dem Blautopf liegt. Dadurch wurde der Ort so richtig bekannt. Diese kleine Karstquelle beeindruckt total durch seine Farbe. Dieses strahlende Türkis und Blau wirkt fast schon etwas unwirklich und ist doch so echt. Sicher hast du schon das eine oder andere Bild in den Sozialen Medien gesehen. Und diese Farbe ist wirklich unglaublich! Es ist nicht künstlich oder gefärbt. Einfach ein sehr schönes Naturphänomen, das man mal gesehen haben sollte.

 

Aber nicht nur der Blautopf ist eine Reise oder einen Ausflug nach Blaubeuren wert. Es gibt noch einige andere Ecken in Blaubeuren zu entdecken.

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Der Blautopf in Blaubeuren

Woher hat der Blautopf seine Farbe?

Es gibt unzählig viele Sagen und Märchen rund um den Blautopf. Angefangen bei einem Fass Tinte was jeden Tag mehrmals in den Blautopf gekippt wurde bis hin zu einer Nixe, die im Blautopf gewohnt haben soll. Sie musste 5-mal über einen Zungenbrecher der Blaubeurer lachen um zu ihrem Mann zurückkehren zu können.

 

So klingt der Zungenbrecher, vielleicht kannst du ihn ja bewältigen ohne zu lachen:

 

s'leit a Klötzle Blei glei bei Blaubeura

glei bei Blaubeura leit a Klötzle Blei...

 

Dieser Zungenbrecher spielt auf einen großen Felsen in Blaubeuren an. Dieser trägt den Namen "Klötzle Blei". Seither wird dieser Felsen zu den Wahrzeichen in Blaubeuren gezählt. Eine Statue von der Nixe, "Die schöne Lau", kannst du sogar am Blautopf bewundern!

 

All diese schönen Sagen erklären natürlich nicht die magische Farbe des Blautopfs. In Wirklichkeit hat der Ursprung der Farbe etwas mit Lichteinstrahlung, der Tiefe des Sees und der Wetterlage zu tun. Zudem sind in der Quelle Millionen winziger Kalkpartikel zu finden, die im Wasser frei herumschweben. Durch deren geringe Größe wird das Licht unzählige male gestreut. Ganz besonders die blauen Anteile des Lichts. Dadurch das blaue Leuchten des Blautopfs.

 

Wenn du auf dem Rundwanderweg am See gegenüber der Mühle stehst kannst du sehr gut erkennen das sich hier die Farbe der Quelle intensiviert und es richtig tief wirkt. Vorausgesetzt es scheint die Sonne, dann sieht man es am besten. Der angelegte Weg rund um den See lädt wirklich zu einem kleinen Spaziergang ein. So kannst du den Blautopf aus allen Blickwinkeln betrachten.

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Der Blautopf in Blaubeuren

Das Blauhöhlensystem

Ein richtig spannendes Thema rund um den Blautopf ist das Höhlensystem, das sich unter der Quelle befindet. Bevor wir am Blautopf waren wusste ich noch nichts darüber. Aber über die Infotafeln Vorort wurde meine Neugierde geweckt. Ich finde das mega spannend und würde es am liebsten mit eigenen Augen sehen. Allerdings ist das Höhlensystem nicht für Besucher zugänglich.

 

Der Eingang zu dem größten Höhlensystem der Schwäbischen Alb liegt im Blautopf, ganze 22 Meter in der Tiefe. Erfahrene Taucher erkunden bereits seit 1957 den Blautopf. 1960 wurden dann der Eingang zur Blautopf Höhle entdeckt. Das war sicher ein sehr bedeutender Moment! Seitdem wurde 1997 eine Arbeitsgemeinschaft gegründet zu der ausgewählte Taucher und Wissenschaftler zählen.

 

Mittlerweile wurde ein Höhlensystem von über 11 km erschlossen und vermessen. Immer tiefer im Fels entdeckten die Forscher die unterschiedlichsten Formationen bis zu riesigen Höhlenhallen. Diese sind teilweise mit Luft gefüllt, so wie der Mörikedom. Dieser ist 25 Meter breit, 30 Meter hoch und 125 Meter lang. Hört sich das nicht super spannend an?

 

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Die Hammerschmiede am Blautopf

Die Hammerschmiede am Blautopf

Die Hammerschmiede liegt direkt am Blautopf und kann sogar besichtigt werden. Neben der Schmiede gibt es auch ein Café. Die Schmiede ist ein Erlebnis für Groß und Klein. Denn du kannst dem Schmied bei der Arbeit zusehen. Allerdings nur am 1., 3. und 4. Wochenende des Monats. Du kannst sogar einen Schmiedekurs belegen wenn du das möchtest. Vielleicht ist das ja etwas für dich!

 

Eine Besichtigung der Hammerschmiede und der Mühle soll auch sehr sehenswert sein. Sie wird als authentisch und historisch beschrieben. Leider ging es zu dem Zeitpunkt unseres Besuches nicht, da wegen Corona alles geschlossen war.  Daher würde ich empfehlen sich vorher zu informieren, wenn man die Schmiede besichtigen will.

 

Über die Webseite des Blautopfs erhält man die aktuellen Öffnungszeiten sowie auch die Informationen über Maßnahmen oder Beschränkungen.

 

Öffnungszeiten:

Täglich von 9 Uhr bis 18 Uhr (24.03 bis 01.11)

Spaziergang durch die Altstadt von Blaubeuren

Und nun geht es weiter in die süße kleine Altstadt von Blaubeuren. Sobald du den Rundweg vom Blautopf verlassen hast kannst du dem Altstadtrundgang folgen. Direkt am Ausgang des Rundweges findest du einen der 13 Pfeilern, die dich durch die Altstadt führen. So kannst du den 1,5 km langen Rundgang durch die Altstadt auf eigene Faust erleben.

 

Auf den Pfeilern befinden sich Bilder mit einer Kurzinformation, die dir verraten, wo du dich befindest. Und ein QR-Code. Diesen kannst du abscannen und du erhältst Informationen zu deinem Standort und welches dein nächstes Ziel ist.

 

Als Erstes kannst du dir auch das nahegelegene Kloster ansehen. Die Klosteranlage ist sehr schön gepflegt und gut erhalten. Schön sind auch die Klostergärten mit allerlei Kräutern. Heutzutage werden die Gebäude als Gymnasium und Standort für Seminare von Maulbronn und Blaubeuren genutzt.

 

Ein interessantes Gebäude am Kloster ist das Badehaus der Mönche. Dieses ist das einzige erhaltene seiner Art in ganz Deutschland. Hier kannst du dir die Holzbottiche, in denen sich die Mönche gewaschen haben, anschauen. Über drei Stockwerke befindet sich auch das Heimatmuseum. Dort kannst du einiges über die Vergangenheit und Geschichte von Blaubeuren erfahren.

 

Bei deinem Spaziergang durch die Altstadt gibt es einiges zu entdecken. Wie zum Beispiel das hohe Wil, eines der schönsten Fachwerkhäuser der Blaubeurer Altstadt. Sehr sehenswert sind auch die Holzbalkone im Gerberviertel oder das Tastmodell am Kirchplatz an dem du Blaubeuren erfühlen kannst. Mir haben vor allem die vielen schönen Fachwerkhäuser in der Altstadt gefallen.

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Die küssende Sau in Blaubeuren

Wandern in Blaubeuren

Wenn du gerne wanderst dann bist du in Blaubeuren genau richtig. Besonders schön ist der "Eiszeitjägerpfad".

Diesen kannst du vom Bahnhof aus starten. Sobald du dein Auto dort geparkt hast, geht es am Bahnhof vorbei und den Berg hinauf. Wegweiser zeigen dir den Weg durch eine kleine gelbe Raute.

 

Dein Weg führt dich über eine Brücke und über eine langgezogene Kurve. Ein kurzes Stück an einem Wohngebiet vorbei, führt dich der Weg nun mitten in die Natur. Auf einmal stehst du sozusagen mitten im Wald und es geht eine Weile den Berg hinauf. Wenn du der Beschilderung weiter folgst, kommst du an der Brillenhöhle vorbei. Diese ist allerdings für Besucher nicht zugänglich. Trotzdem sieht man wie das Licht oben durch die Brillen förmige Öffnung in die Hölle hineinscheint.

 

Jetzt wirst du am Felsenlabyrinth vorbeikommen und siehst in der Ferne bereits die Formation der Küssenden Sau. Das sind zwei Felsen die einander anschauen und tatsächlich aussehen wie zwei Schweine dich sich ein Küsschen geben. Echt cool irgendwie!

 

Von hier aus hast du auch einen schönen Ausblick hinunter ins Achtal. Du kannst weiter laufen bis zur Ruine Günzenburg und im malerischen Dorf Weiler das Tal durchqueren. Da folgst du dem schmalen Pfad bis hinauf zum Geißenklösterle. Über das Kühnenbuch wanderst du nun bis zum Schillerstein. Dort kannst du im nahegelegenen Gasthof eine Rast einlegen und den Blick über das Blautal und die Alb genießen.

 

Wenn du noch nicht genug hast vom Wandern das gibt es noch zwei Möglichkeiten hierfür: Den "Blaubeurer Felsenstieg" und die "Kleine Blautour".


Fazit: Der Blautopf an sich ist jetzt eher eine kleine Sehenswürdigkeit. Allerdings lohnt es sich sehr dieses Naturphänomen einmal mit eigenen Augen zu bewundern. In und um Blaubeuren herum gibt es einiges zu sehen und daher kann man dort locker einen ganzen Tag verbringen. Uns hat es dort sehr gut gefallen. Das Wetter war an diesem Tag echt perfekt und es hat einfach alles gepasst. Also echt eine Empfehlung wert!

 

 

Warst du schon einmal dort? Wenn ja, wie war dein Eindruck? Hat es dir gefallen? Wenn du noch nicht dort warst hoffe ich sehr das ich dich zu einem Ausflug dorthin inspirieren konnte. Hinterlasse mir doch gerne ein Kommentar. Ich würde mich sehr freuen.

 

 

Liebe Grüße

 

 

Katrin

 

 

- 27. April 2021 -

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Kommentare: 3
  • #3

    Lisa von Travellerin (Montag, 17 Mai 2021 17:56)

    Liebe Katrin,

    vom Blautopf habe ich vor kurzem erst etwas auf Instagram gesehen. Die Farbe sieht ja traumhaft aus! Sicher ein lohnender Tagesausflug :)

    Liebe Grüße
    Lisa

  • #2

    Sabrina Bechtold (Freitag, 14 Mai 2021 22:04)

    Hey Katrin,

    ein toller Tipp! � Du weißt ja, dass Du damit voll und ganz meinen Geschmack triffst. � Die Farbe des Blautopfes ist echt unglaublich!
    Aber auch die Umgebung drumherum. Und all die witzigen Namen: Die Küssende Sau. ��
    Da muss ich hin.

    Liebe Grüße,
    Sabrina von
    https://www.couchflucht.de

  • #1

    Ute reist (Dienstag, 11 Mai 2021 18:43)

    Hallo,
    Ich habe schon viele Fotos auf Instagram von diesem See bewundert. Die Gegend muss ich auch mal erkunden. Du schreibst ja auch, dass sich die Umgegend auch lohnt zu entdecken. Wäre genau das Richtige für mich.
    Lg Ute reist